- Dauer
- 1 Tag · 6–8 h
- Format
- Vor Ort
- Zielgruppe
- Teams mit Basiswissen, queere Initiativen
- Gruppengröße
- 8 bis 16 Personen
- Voraussetzungen
- Basisschulung oder vergleichbare Vorerfahrung in der Awareness-Arbeit.
Worum es geht
Diese Vertiefung richtet sich an Teams, die die Grundlagen sitzen haben und merken, dass sie bei queeren Themen unsicher werden.
Wir arbeiten an drei Stellen. Erstens an der Sprache: Pronomen, Anrede, Selbstbezeichnungen — und daran, was zu tun ist, wenn man sich vertan hat, ohne die Situation zum eigenen Schuldgefühl zu machen. Zweitens an den Diskriminierungsformen, die spezifisch queere Menschen treffen: Outing gegen den Willen, das Absprechen von Identität, Fetischisierung, die besondere Lage von trans und nichtbinären Personen an Türen, Toiletten und Garderoben.
Drittens an der Struktur: Was heißt es konkret, einen Raum als queersensibel auszuweisen? Welche Zusage gebt ihr damit, und wie haltet ihr sie auch dann, wenn das Publikum ein anderes ist als erwartet?
Wir arbeiten queersensibel, weil wir es selbst sind. Das heißt auch: Die Beispiele in dieser Schulung sind nicht ausgedacht.
Inhalte
- Queer-Basiswissen & Pronomen
- Spezifische Diskriminierungsformen
- Schutzräume für queere Menschen
- Praxisübungen
Ablauf
- Wo ihr steht — Rückblick auf die Grundlagen, konkrete Situationen aus eurem Alltag.
- Sprache — Pronomen, Anrede, Selbstbezeichnungen. Umgang mit eigenen Fehlern.
- Spezifische Diskriminierungsformen — Outing, Absprechen von Identität, Fetischisierung, Gewalt gegen trans Personen.
- Türen, Toiletten, Garderoben — Die drei Orte, an denen queere Menschen auf Veranstaltungen am häufigsten Probleme bekommen.
- Praxisübungen — Gesprächssituationen aus queerer Perspektive — mit Auswertung im Plenum.
- Eure Zusage — Was ihr nach außen versprecht und wie ihr es haltet.
Fragen zu dieser Schulung
Nicht zwingend bei uns — aber die Gruppe sollte mit den Grundbegriffen vertraut sein. Sonst verbringen wir den Tag mit Grundlagen, und die Vertiefung kommt zu kurz. Im Zweifel sprecht uns an.
Ja, ausdrücklich. Die meisten Anfragen kommen von Teams, die selbst nicht queer sind und genau deshalb sicherer werden wollen.
Eine Arbeitsweise, die queere Lebensrealitäten mitdenkt: korrekte Ansprache, Wissen über spezifische Diskriminierungsformen und keine Annahmen über Geschlecht oder Beziehungsform. Ausführlich erklärt auf unserer Seite „Was ist Awareness?".

