Das Awarenessnetz NRW ist nicht aus der Theorie entstanden, sondern aus einer zutiefst persönlichen Geschichte. Unsere Gründer*in kannte eine Person aus der Community – Malte C. Man war nicht eng befreundet, aber man war sich vertraut. Malte verlor sein Leben, weil er sich schützend vor andere gestellt hatte.
Unsere Gründer*in war kurz vor dem Vorfall noch vor Ort gewesen. Was danach folgte, war ein langes Ringen mit Schuldgefühlen. Die ständigen Fragen: Hätte ich länger bleiben sollen? Hätte ich etwas bemerken müssen?
Trauer und Wut blieben zurück. Doch irgendwann wandelte sich diese schwere Energie in einen Antrieb. Zunächst entstand ein kleines, lokales Netzwerk. Das einzige Ziel: Dafür zu sorgen, dass Communities in Krisensituationen besser reagieren können, handlungsfähiger werden und nie wieder so ohnmächtig dastehen wie damals.
Daraus wuchs schließlich das Awarenessnetz NRW. Malte ist auf seine ganz eigene Art ein fester Bestandteil von allem, was wir hier tun. Nicht als bloßes Symbol, sondern als der untrennbare Ursprung unserer Arbeit. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, seinen Namen offen auszusprechen und ihn nicht zu vergessen.