Wir kommen zu eurer Veranstaltung, sind den ganzen Abend ansprechbar und kümmern uns, wenn etwas passiert. In Münster, im Ruhrgebiet, am Niederrhein — überall in Nordrhein-Westfalen.
Was wir mitbringen
Ein Awareness-Team ist mehr als zwei Menschen mit guten Absichten. Wir kommen mit einer festen Rollenverteilung, mit Erfahrung aus Clubnächten, Festivals und Demos — und mit der Bereitschaft, auch die unangenehme Rückmeldung zu geben, wenn uns an eurem Abend etwas strukturell auffällt.
- Geschultes Team, mindestens zu zweit, je nach Größe der Veranstaltung mehr
- Sichtbare magentafarbene Westen, damit man uns im Dunkeln findet
- Aushänge und Ansprechpunkte für den Einlass und die Theke
- Erstgespräche, Rückzugsbegleitung und Weitervermittlung an Fachstellen
- Nachbesprechung mit euch, schriftlich auf Wunsch
Woran ihr uns erkennt: die Awareness-Westen
Unsere Westen sind magenta — eine Farbe, die im Dunkeln und im Gedränge auffällt und die sich nicht mit Security verwechseln lässt. Das ist keine Kosmetik: Wer Hilfe braucht, soll nicht erst fragen müssen, wer zuständig ist.
Wer eine Weste trägt, ist ansprechbar. Für einen Übergriff, für ein blödes Gefühl, für die Frage nach dem Weg zur Bahn. Es gibt keine zu kleine Sache. Niemand muss begründen, warum er uns anspricht, und niemand muss eine Geschichte zu Ende erzählen, die er nicht erzählen will.
Auf größeren Veranstaltungen ergänzen wir die Westen um einen festen Ansprechpunkt mit Aushang und Nummer, damit auch erreichbar ist, wer uns gerade nicht sieht.
Wie ein Abend abläuft
Wir sind vor den Gästen da und gehen nach ihnen. Vor Beginn klären wir mit euch die Wege: Wo ist der ruhige Raum, wer hat den Schlüssel, wer entscheidet über einen Verweis, wie erreichen wir das Türteam.
Während der Veranstaltung drehen wir Runden, sind an den kritischen Punkten präsent und führen Gespräche. Wenn jemand uns anspricht, hört eine Person zu, während die zweite die Fläche im Blick behält. Was im Gespräch gesagt wird, bleibt dort — es sei denn, die betroffene Person will etwas anderes.
Nach dem Ende setzen wir uns kurz mit euch zusammen. Nicht, um Fälle zu berichten, sondern um zu sagen, was uns aufgefallen ist: eine Ecke ohne Licht, ein Türteam, das Rückendeckung braucht, ein Ablauf, der sich geändert hat.
Was wir nicht übernehmen
- Wir sind kein Sicherheitsdienst und übernehmen keine Einlasskontrolle.
- Wir sind kein Sanitätsdienst. Bei medizinischen Notfällen rufen wir die, die das können.
- Wir sprechen keine Hausverbote aus — wir empfehlen sie, entschieden wird vom Hausrecht.
- Wir dokumentieren nicht für Behörden und geben nichts ohne Zustimmung weiter.
Was es kostet
Awareness-Arbeit ist Arbeit, und wir vergüten sie. Der Aufwand hängt von Dauer, Uhrzeit, erwarteter Gästezahl und Anfahrt ab — ein Clubabend mit zwei Personen liegt deutlich unter einem Festivalwochenende mit Schichtplan.
Wir staffeln nach Trägerschaft. Was ein kommerzielles Festival zahlt, zahlt eine Fachschaft nicht. Bei kleinen, unkommerziellen Veranstaltungen finden wir in der Regel eine Lösung — fragt uns, bevor ihr es euch selbst ausredet.
So läuft es ab
- Anfrage — Datum, Ort, Format, erwartete Gästezahl. Mehr braucht es für den ersten Schritt nicht.
- Vorgespräch — Telefonisch oder vor Ort. Wir klären Räume, Rollen und was ihr schon habt.
- Zusage — Ihr bekommt Teamgröße, Zeitfenster und Kosten schriftlich.
- Der Einsatz — Wir sind vor den Gästen da und bleiben bis zum Schluss.
- Nachbesprechung — Kurz danach, und auf Wunsch noch einmal mit Abstand.
Für wen
- Clubs, Bars und Veranstaltungsorte
- Festivals, Open Airs und Stadtfeste
- Demonstrationen und politische Aktionen
- Hochschulen, Fachschaften und Ersti-Wochen
- Vereine, Verbände und Kollektive
- Parteitage und Delegiertenversammlungen
Häufige Fragen
Vier Wochen sind angenehm, zwei gehen meistens auch. Für Festivals und Wochenenden mit Schichtplan braucht es mehr Vorlauf — da lohnt es sich, früh zu fragen, auch wenn noch nicht alles steht.
Mindestens zwei, damit immer jemand ein Gespräch führen kann, während jemand anderes die Fläche im Blick behält. Ab einigen hundert Gästen wird das Team größer; die genaue Zahl legen wir im Vorgespräch gemeinsam fest.
Einen ruhigen Raum, der abschließbar ist und in dem man sitzen kann. Wasser. Eine Person aus eurer Orga, die während der Veranstaltung erreichbar ist und Entscheidungen treffen darf.
Ja, in ganz Nordrhein-Westfalen. Anfahrt und gegebenenfalls Übernachtung kommen dazu, das steht transparent im Angebot.
Nein, und das sollte auch niemand versuchen. Security setzt das Hausrecht durch, wir arbeiten parteilich für betroffene Personen. Beides braucht es, und beides funktioniert besser, wenn vorher geklärt ist, wer was macht.

