- Dauer
- 1 Tag · 6–8 h
- Format
- Vor Ort
- Zielgruppe
- Veranstaltungsteams, Clubs, Kollektive
- Gruppengröße
- 8 bis 18 Personen
- Voraussetzungen
- Keine. Vorwissen ist willkommen, aber nicht nötig.
Worum es geht
Die Basisschulung ist der Einstieg für alle, die auf einer Veranstaltung Verantwortung tragen — ob im Awareness-Team, an der Tür, hinter der Theke oder in der Orga.
Wir fangen bei der Frage an, die häufiger gestellt wird, als man denkt: Was ist eigentlich ein Übergriff, und wer entscheidet das? Von dort arbeiten wir uns zu den Formen von Diskriminierung vor, die auf Veranstaltungen tatsächlich vorkommen — und zu den Situationen, in denen niemand gern der Erste ist, der etwas sagt.
Der größere Teil des Tages ist praktisch. Wir üben das erste Gespräch mit einer betroffenen Person, wir üben, jemanden anzusprechen, der Grenzen überschreitet, und wir üben den Moment, in dem beides gleichzeitig passiert. Dazu gehört auch die Frage, was ihr tut, wenn die Person, um die es geht, zum Kollektiv gehört.
Am Ende steht kein Zertifikat, sondern eine Verabredung: Wer macht bei euch künftig was, woran seid ihr erkennbar, und wohin geht jemand, der Ruhe braucht.
Inhalte
- Grundlagen Awareness & Diskriminierung
- Umgang mit Betroffenen
- Deeskalation & Intervention
- Safer-Space-Prinzipien
Ablauf
- Ankommen und Erwartungen — Was bringt ihr mit, was ist bei euch schon passiert, was soll sich ändern.
- Grundlagen — Awareness, Diskriminierung, Machtverhältnisse — und warum Neutralität hier nicht funktioniert.
- Die vier Grundsätze in der Praxis — Parteilichkeit, Definitionsmacht, Vertraulichkeit, Freiwilligkeit — an echten Fällen durchgespielt.
- Das erste Gespräch — Übungen in Kleingruppen: zuhören, nicht ausfragen, Handlungsmöglichkeiten anbieten.
- Eingreifen — Ansprache von Personen, die Grenzen überschreiten. Deeskalation, Rückendeckung im Team, Grenzen der eigenen Rolle.
- Eure Struktur — Rollen, Erreichbarkeit, Rückzugsraum, Übergabe an Fachstellen. Was ihr am Montag konkret ändert.
Fragen zu dieser Schulung
Für alle, die bei einer Veranstaltung ansprechbar sind: Awareness-Teams, Türteams, Thekenpersonal, Orga, Vorstände und Ehrenamtliche. Vorwissen ist nicht nötig.
Ein Tag mit sechs bis acht Stunden, inklusive Pausen. Auf Wunsch teilen wir sie auf zwei Abende auf.
Ja, wir kommen zu euch — in ganz Nordrhein-Westfalen. Ihr braucht einen Raum, in dem sich alle im Kreis sehen können, und eine Wand für Moderationskarten.
Auf Wunsch stellen wir eine Teilnahmebestätigung aus. Ein „Awareness-Zertifikat" mit Prüfsiegel gibt es bei uns bewusst nicht — die Haltung lässt sich nicht abprüfen.

