Wenn etwas passiert ist, hört die Arbeit nicht auf. Wir begleiten betroffene Menschen weiter, vermitteln an Fachstellen und arbeiten mit Veranstaltenden daran, was strukturell dazu geführt hat.
Für betroffene Personen
Ein Gespräch in der Nacht ist ein Anfang, keine Begleitung. Wer will, kann sich danach wieder bei uns melden — für ein zweites Gespräch, für die Frage, wie es weitergeht, oder für die Begleitung zu einer Beratungsstelle.
Wir sind selbst keine Fachberatung und tun nicht so. Was wir kennen, sind die Stellen in Münster und NRW, die es sind. Eine Übersicht steht auf unserer Seite Hilfe finden — den ersten Kontakt stellen wir auf Wunsch her.
Für Veranstaltende
Nach einem Vorfall entsteht schnell der Wunsch, eine Person zu benennen und die Sache damit abzuschließen. Das ist verständlich und löst selten das Problem.
Wir moderieren die unbequemere Frage: Was hat diesen Vorfall möglich gemacht? Eine Rolle, die niemand ausfüllte. Ein Raum, den keiner im Blick hatte. Eine Praxis, über die alle Bescheid wussten und niemand sprach. Am Ende steht eine kurze Liste von Änderungen mit Namen daran — ohne Zuständigkeit passiert nichts.
Was wir nicht tun
- Wir führen keine Ermittlungen und stellen nicht fest, was "wirklich" passiert ist.
- Wir leisten keine Therapie und keine Rechtsberatung.
- Wir sprechen keine Urteile über Personen und veröffentlichen keine Namen.
- Wir arbeiten nicht gegen den Willen der betroffenen Person — auch nicht, wenn Veranstaltende es wünschen.
So läuft es ab
- Meldung — Ihr meldet euch — als betroffene Person oder als Veranstaltende.
- Sortieren — Ein Gespräch darüber, was gebraucht wird und von wem.
- Weitervermittlung — Wenn Fachberatung das Richtige ist, stellen wir den Kontakt her.
- Aufarbeitung — Moderierte Nachbesprechung mit den Verantwortlichen.
- Nachhalten — Nach einigen Wochen: Was ist von der Liste tatsächlich passiert?
Für wen
- Betroffene Personen
- Veranstaltende nach einem Vorfall
- Kollektive und Vereine in einer internen Auseinandersetzung
- Hochschulgruppen und Fachschaften
Häufige Fragen
Nein. Für betroffene Personen ist unsere Begleitung kostenfrei.
Nein. Ihr könnt euch auch dann melden, wenn wir bei der Veranstaltung nicht dabei waren. Manches lässt sich mit Abstand sogar leichter sortieren.
Es bleibt bei uns. Weitergegeben wird nur, was die betroffene Person ausdrücklich weitergegeben haben will. Für die Aufarbeitung mit Veranstaltenden arbeiten wir grundsätzlich anonymisiert.

